Die Sopwith Triplane war ein britischer Kampfeinsitzer und wurde erzeugt und konstruiert von der Sopwith Aviation Company. Piloten gaben ihr den Namen Triplehound oder auch einfach Kutteln.
Die Triplane begann ihre Arbeit beim Royal Naval Air Service Anfang 1917 und war sofort erfolgreich. Sie wurde jedoch nur in relativ geringen Mengen gebaut und wurden in der zweiten Hälfte 1917 bereits aus dem aktiven Dienst genommen. Als Schulmaschinen wurden sie bis Ende des Krieges verwendet.
Die Triplane begann als privates Projekt von der Sopwith Aviation Company. Der Rumpf und das Leitwerk wurden von der Pup übernommen, die Flügel konstruierte der Chef-Ing. Herbert Smith neu, und zwar als drei schmale Akkord-Flügel, die dem Piloten eine verbesserte Sicht ermöglichten. Querruder waren in allen drei Flügel.
Der Prototyp der Triplan, SerienNo N500, flog den Erstflug am 28. Mai 1916, mit Sopwith Testpilot Harry Hawker am Steuer. Innerhalb von drei Minuten nach dem Start drehte Hawker drei Loopings vor den erschrockenen Zuschauer. Die Triplane war sehr lebhaft mit wirksamen, gut harmonisierenden Kontrollen. Die Triplan präsentierte ja auch ein ungewöhnliches Aussehen. Ein Beobachter stellte fest, das Flugzeug sehe aus wie eine betrunkene Treppe, wenn es rollt.
Im Juli 1916 wurde N500 für die Bewertung mit "A" Naval Squadron, 1 Naval Wing. Außerdem erwies es sich als sehr erfolgreich. Der zweite Prototyp, SerienNo N504, wurde mit einem 130 PS Clerget 9b versehen. N504 flog den Erstflug im August 1916 und wurde schließlich im Dezember nach Frankreich geschickt. Dieses Flugzeug diente als Conversionstrainer für mehrere Staffel.
Zwischen Juli 1916 und Jannuar 1917 bestellte die Admiralität 95 Triplans lt. Vertrag mit Sopwith und 46 Triplans lt. Vertrag mit Clayton & Shuttleworth Ltd., und 25 Flugzeuge bei Oakley & Co. AG. Bei der Suche nach modernen Flugzeugen für das Royal Flying Corps machte das Kriegsamt auch einen weiteren Vertrag mit Clayton & Shuttleworth für 106 Triplanes.
Die Produktion begann im Spätsommer 1916. Sopwith und Clayton & Shuttleworth erfüllten ihre Fertigungsaufträge, aber Oakley, die ohne Erfahrung im Flugzeugbau waren, hatten nur 3 Triplanes fertig (vom Vertrag Oktober 1917). Aus unbekannten Gründen wurde der Vertrag von Clayton & Shuttleworth einfach storniert. Die Produktion belief sich auf 147 Flugzeuge.
Naval Squadron Nr. 1 wurde bis Dezember 1916 voll funktionsfähigmit der Triplan ausgerüstet, aber die Staffel hatte keine besonderen Einsätze bis Februar 1917, wo die Verlegung nach Furnes bei Chipilly erfolgte. Naval Squadrun Nr. 8 desgleichen zwischen April und Mai 1917. Der einzige große Verwender der Triplane war ein französisches Marine-Geschwader mit Sitz in Dünkirchen, sie waren mit 17 Triplan ausgerüstet.
Das Debüt der Triplan war sehr erfolgreich. Das neue Kampfflugzeug hatte eine ungewöhniche Steigleistung und ein guter Service ergab einen deutlichen Vorteil gegenüber dem Albatros D. III, obwohl die Triplan langsamer im Sturz war. Die Deutschen waren so beeindruckt von der Leistung der Triplan, daß die deutschen Flugzeugfirmen nicht weniger als 34 Prototypen hervorbrachten.
Die Triplan wurde berühmt durch die Naval Squadron No 10, besser bekannt als Black Flight. Der Flug wurde beherrscht vom kanadischen Ass Raymond Collinshaw. Ihre Flugzeuge nannten sie Maria Schwarz, Black Prince, Georg Black, Black Death und Black Sheep, unterscheidbar durch ihre schwarz lackierten Ruder und abdeckungen. Black Flight hatte 87 Abschüsse in drei Monaten, Collinshaw selbst erzielte 34 seiner möglichen 60 Siege, was ihm zum Triplan Ass machte.
Aus Vielzahl von Gründen war die Karriere der Triplan nur kurz. Im Service erwies sich das Flugzeug als schwer reparierbar. Die Kraftstoff- und Öltanks waren unzugänglich ohne wesentliche Demontage der Flügel und des Rumpfes. Selbst kleinere Reparaturen wurden in den Depots hinter der Front erledigt. Außerdem waren im Sommer 1917 Ersatzteile schwierig zu erhalten, und so schrumpfte die Anzahl der Flugzeuge der Naval Squadron No 1 von 18 auf 15 Maschinen.
